Klimawandelfolgen in den Alpen
Drei Filmabende
Text: Björn Langer
Die Gletscher schmelzen, die Berge sind in Bewegung und setzt auch den Alpenverein in Bewegung. Darüber möchten wir mit euch ins Gespräch kommen und laden euch zu drei Filmabenden in den Gruppenraum unserer Geschäftsstelle in der Gottfried-Claren-Straße 2 ein!
Was erwartet euch? An jedem Abend schauen wir mit euch eine Folge der dreiteiligen Videoreihe „Klimawandelfolgen in den Alpen“. Diese haben eine Länge zwischen 22 und 27 Minuten. Im Anschluss möchten wir mit euch über das Gesehene ins Gespräch kommen. Wie ist eure Sicht auf die Thematik? Welche Konsequenzen sollten wir – sowohl als individuelle Bergsteiger, aber auch als Sektion – ziehen, um zu einer Lösung des „Problems“ beizutragen? Im Anschluss kann der Abend in gemütlicher Runde ausklingen, neue Kontakte dürfen geknüpft werden.
Termin 1: Freitag, 20. März: „Was kommt, wenn der Gletscher schwindet?“
Der Klimawandel verändert die Alpen grundlegend. Gletscher ziehen sich zurück – und mit ihnen verschwinden hochspezialisierte Lebensräume. Auch in tieferen Lagen bringt die Erwärmung Veränderungen: Wasser wird knapp, Pflanzen und Tiere wandern nicht im gleichen Tempo nach oben. Dadurch geraten ganze ökologische Systeme aus dem Gleichgewicht – und manche Arten werden Schwierigkeiten haben, zu überleben. Wie lässt sich der Naturschutz anpassen, damit die Alpen auch in Zukunft ein vielfältiges und stabiles Ökosystem bleiben? Cornelia Kress hat sich für diese Folge im Rotmoostalauf Spurensuche begeben und mit zwei Forschenden der Uni Innsbruck gesprochen: Professorin Birgit Sattler, Expertin für Mikrobiologie und Extremökologie, sowie Professor Leopold Füreder, Spezialist für Gewässerökologie.
Termin 2: Freitag, 10. April: „Was tun, wenn das Wasser fehlt?“
Der Klimawandel verändertden Wasserhaushalt in den Alpen. Mit wärmeren Temperaturen schmelzen die Gletscher, immer öfter bleibt der Schnee aus. Konsequenzen dieses Wandels sind Wassermangel und Starkniederschläge, die Schäden und Fluten verursachen. Wie passen sich unsere Alpenvereinshütten an diese Bedingungen an? Wird der Wassermangel in den nächsten Jahren noch drastischer werden? Und was für eine Rolle spielen wir als Hüttengäste? Jo Godt trifft an der Ludwig-Maximilians-Universität München Professor Ralf Ludwig, der erklärt, wie sich Wetterextreme wie Hitze und Starkregen in Zukunft verändern werden. Außerdem besucht er die Neue Prager Hütte, die direkt vom Wassermangel betroffen ist, und spricht dort mit Bauingenieur Moritz Pfeiffer vom DAV über bauliche Anpassungsmaßnahmen und die Zukunft der Alpenvereinshütten.
Termin 3: Freitag, 12. Juni: „Was passiert, wenn der Berg bröckelt?“
Gletscher verschwinden, Permafrost taut - und die Berge geraten buchstäblich in Bewegung. Der Bergsport steht dadurch vor großen Herausforderungen: Wege verändern sich, Gefahren wie Steinschlag und Bergstürze nehmen zu. Wir müssen uns jetzt fragen: Wie sicher sind die Berge noch? Können Bergsportlerinnen und -sportler trotz solcher Entwicklungen in den Bergen unterwegs sein, oder müssen wir unseren Sehnsuchtsorten abschwören? Und wie sieht der Bergsport der Zukunft aus? Gemeinsam mit Bergführer Benjamin Stern vom Österreichischen Alpenverein sucht Markus Grübl am Beispiel des Zuckerhütls im Stubaital nach Antworten - und hat Wissenschaftler wie Prof. Jan Beutel und das ReHike-Team der Uni Salzburg getroffen.
Beginn ist jeweils um 19 Uhr im Gruppenraum der Sektion Gottfried-Claren-Str. 2, Bonn-Beuel
Die Teilnahme istkostenlos. Zur Planung wird um Anmeldung per Mail an: bjoern.langer@dav-bonn.de gebeten. Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen!